Mein Geestemünde

Holzhafen Geestemünde

Der Holzhafen in Bremerhaven-Geestemünde

Geschichte des Holzhafens

Der Holzhafen entstand von 1875 bis 1877 und hatte ursprüngliche Ausmaße von 36.000 m² Wasserfläche und einer Tiefe von 1,20 Meter. Die offizielle Einweihung erfolgte am 25. Mai 1877. Über einen Stichkanal war der Holzhafen mit dem bereits bestehenden Hafensystem verbunden. Da die Größe des Hafenbeckens keine große Schifffahrt zuließ, wurde sie zum Flößen und zur zeitlich begrenzten Zwischenlagerung von Holz genutzt. Besonders nach dem Zollanschluss im Jahre 1888 ließen sich an den Ufern Holz bearbeitende Firmen nieder.

Bereits vor dem ersten Weltkrieg entstand rund um den Holzhafen immer mehr Wohnbebauung und so wurden die ansässigen Firmen langsam zurückgedrängt. Ein Großbrand bei der ansässigen Holzfirma Chr. Külken zerstörte 1934 weite Teile der Anlagen am Holzhafen. Dieses Ereignis besiegelte das Ende des Ursprünglichen Zwecks des Hafenareals. Von 1937 bis 1983 wurde das Hafenbecken um 2/3 seiner Fläche verkleiner und zu einem Zierteig mit umliegenden Grünflächen umgestaltet. Der große Bombenangriff im September 1944 zerstörte zahlreiche historische Gebäude entlang des Hafenbeckens.

Der Holzhafen heute

Heute ist der Holzhafen ein beliebter Anlaufpunkt zur Naherholung für alle Generationen. Die vielfältigen Freizeitangebote wie der Seniorentreffpunkt Ernst-Barlach-Haus, ein Bolz- und Spielplatz, großzügige Grünflächen und der Blick aufs Wasser ziehen Menschen aus dem Stadtteil und der ganzen Seestadt an den Holzhafen.

Im Sommer 2018 begannen Sanierungsarbeiten am Holzhafen: Das Becken wurde entleert und entschlammt. Im zweiten Schritt wird die Uferkante umgestaltet. Die roten Klinker verschwinden und werden durch Steinaufschüttung und begrünte Bereiche ersetzt. Zusätzlich sollen Teile der Grünanlagen umgestaltet und Eingangsbereiche optisch besser dargestellt werden.